33. Reisetag

Dienstag, 21. August 2012

Hamburg-Zürich



Tatsächlich kam dann doch noch ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn Autozug AG, um mein Internet-Billett anzuschauen und aus der Sitzbank ein Bett zu machen. Allein hätte ich das bis Lörrach kaum geschafft. Bei diesen engen und kleinen Abteilen der Doppelstockschlafwagen frage ich mich schon, wie man da zwei Personen reinbringt, zumal ich schon auf dem Perron entscheiden musste, ob ich den Wagen vorwärts oder rückwärts betrete, denn das Wenden war im Wagen drin dann fast nicht mehr möglich.

Die Fahrt startete sehr pünktlich. Ich wollte mich nicht allzu spät hinlegen, stellte aber fest, dass ein so schwankendes Bett durchaus einen Grund für eine schlaflose Nacht darstellen könnte. Dennoch schien ich eingeschlafen zu sein, denn als ich aufwachte, war es zunächst totenstill. Der Zug stand, die laute Lüftung war abgeschaltet. Das war für mich ein Zeichen, dass am Zug Wagen an- oder abgehängt wurden. Es war stockdunkel draussen, aber auf dem Nebengleis waren Autowagen auszumachen. Im Wagen hörte man auf einmal einige Stimmen. Irgendwann ging die Fahrt dann weiter. Ich bekam dann noch mit, dass zeitweise das Gleis sehr schlecht war, denn es fielen einige Sachen in meiner Zelle auf den Boden. Es war aber dann doch der Wecker, der mich am Morgen definitiv aus dem Schlaf holte. Um ca. sieben Uhr brachte der Schaffner eine Tüte mit einem Frühstück.

Nach einem zehnminütigen Halt in Weil am Rhein erreichte der Zug Lörrach pünktlich. Zunächst wurden die Schlafwagen parkiert, dann holte die Lokomotive die Wagen mit den Abfahrrampen und die Autozugwagen. Etwas später wurden noch weitere Autozugwagen gebracht, offenbar diejenigen aus Hildesheim, die in der Nacht im Irgendwo angehängt worden waren. Die Stimmen in der Nacht stammten also von den Passagieren aus Hildesheim, die sich auf die weiteren Kabinen verteilten.

Via Grenzübergang Rheinfelden, wo eine mindestens 1 km lange Lastwagenschlange auf die Verzollung wartete, erreichte ich schweizerisches Territorium. Die Fahrt nach Zürich verlief staufrei und in geordneter Manier, erst bei der Stadtgrenze ging es nicht mehr so schnell vorwärts.

Zu Hause angelangt (ca. 10 Uhr) stellte ich fest, dass in meiner Wohnung alles in bester Ordnung war. Nur die Raumtemperatur war sehr hoch und die Luft wirkte abgestanden. Sofort begann ich, mein Auto auszuräumen, zu versorgen was gleich versorgt werden konnte, und zu waschen. Das heisse Wetter brachte mich innert Sekunden kräftig zum Schwitzen, da sehnte ich das angenehme skandinavische Klima wieder zurück.

Am Abend begann ich mit der Autoreinigung. Die Front mit den zig Tausend Mücken resp. deren Resten verlangte ein sehr intensives Schrubben, so dass die Innenreinigung erst morgen begonnen werden kann.

Damit hört die Berichterstattung zu diesen Ferien auf. Es folgt jetzt noch ein Rückblick auf die vier Ferienwochen.