
10. Reisetag
Samstag, 9. August 2014
Kyle of Lochalsh - Isle of Skye - Inverness
Endlich durfte ich wieder einmal ein Frühstück bei Sonnenschein geniessen. Nachdem sich die Wolkendecke gestern beim Eindunkeln schon zu lockern begann, hegte ich die Hoffnung, dass heute ein sonnigerer Tag als die Vortage kommen sollte.
Die Isle of Skye ist bei Kyle of Lochalsh nur durch einen dünnen Meeresarm vom Festland getrennt, die Verbindung wird über eine grössere Brücke hergestellt. Es gehört zu jeder längeren Schottlandreise, dass die Isle of Skye besucht wird, da es sich um ein schönes Stück Landschaft handelt. Wie gestern festgestellt, gehört auch das Castle of Kyle of Lochalsh zu den obligatorischen Sehenswürdigkeiten, also ist der Weg auf die Insel dann nicht mehr weit.
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Die Isle of Skye ist nicht so reich an Schlössern wie das Festland. Nach wenigen Kilometern Fahrt auf der Insel zweigte ich auf die Strasse A851 ab, eine Stichstrasse ans Ende einer Halbinsel, da in rund 15 km Entfernung das Schloss Clan Donald Skye auf der Karte angegeben wurde. Erstaunlicherweise war die eigentlich untergeordnete Strasse wie eine Autobahn ausgebaut mit erst kürzlich gestreckten Kurven. Das Schloss selber war aber nicht einsehbar, ohne dass der Eintritt für den Park bezahlt wurde, worauf ich mich entschloss, hier doch keinen Besuch abzustatten und stattdessen weiterzufahren.
Die Hauptstrasse führt entlang der Ostküste der Isle of Skye über Berg und Tal zur Kleinstadt Portree. Dank des gebirgigen Charakters der Isle of Skye empfand ich die Landschaft als wunderbar. Mir gefallen Berge einfach wahnsinnig gut, und ich komme richtig ins Schwärmen, wenn es zur Kombination mit dem Meer kommt. Eben wie in Norwegen. Ich legte auf dem Weg nach Portree mehrere Fotohalte ein, Wetter und Landschaft stimmten einfach.
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Portree, das Zentrum der Isle of Skye, ist während der Hauptsaison vollgestopft mit Touristen. Hier legen alle, die die Isle of Skye besuchen, einen Halt ein, denn man kommt auf jeden Fall bei dieser Kleinstadt vorbei. Nachdem ich endlich einen Parkplatz gefunden hatte, machte ich auch eine kleine Runde.
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Ab Portree fährt man auf der teils einspurigen Strasse entlang der Ostküste der Halbinsel Trotternish bis an den nördlichsten Zipfel. Auf dieser Strecke werden sehr viele Highlights geboten, so dass entsprechend viel Zeit benötigt wird.
Kurz nach Portree erblickt man eine Felsnadel, den Old Man of Storr. Dieser überdimensionierte Hinkelstein steht weit oben am Berg, eine Wanderung in dessen Nähe würde leider zu viel Zeit dauern.
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Die Halbinsel Trotternish wird weiter nördlich wieder recht flach, die Meeresküste ist aber sehr wild und steil. An den schönsten Stellen hat es Parkplätze, damit die Touristen etwas Auslauf bekommen.
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Noch weiter nördlich kommt man zu den Mealt Falls, Wasserfälle, die über die senkrecht abfallenden Klippen 40m in die Tiefe stürzen. Hier lohnt sich ein Halt auf jeden Fall!
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Rund um die Norspitze der Halbinsel Trotternish wird die Strasse wieder einspurig. Viel Verkehr hatte es nicht, obwohl eine Fahrt der Küste entlang absolut lohnenswert war.
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Auf normalbreiten Strassen ging die Reise auf der Isle of Skye im Gegenuhrzeigersinn weiter. Die nächste Destination war das Dörfchen Dunvegan, das mit einer weiteren Attraktion aufwarten konnte. Ich besuchte zuerst das kleine Dorf an einer Meeresbucht.
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Danach war das Schloss mit seinem ausgedehnten Garten an der Reihe.
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Nach dem Schlossbesuch verblieben noch rund 35 km Fahrt bis zur Hauptstrasse Portree - Festland. Anfänglich führte die Strasse entlang der Westküste der Isle of Skye, dann musste noch ein Höhenzug überquert werden. Da es mittlerweile späterer Nachmittag war, stand die Sonne nicht mehr so hoch, was zu einer schönen Beleuchtung der Landschaft führte.
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So kam dann der Moment, als ich die Isle of Skye über die grosse Brücke bei Kyle of Lochalsh wieder verliess. Es war ein prächtiger Tag auf einer prächtigen Insel, so schön, dass ich das gerade hier auf der Isle of Skye erleben durfte.
Nach wenigen Kilometern Autofahrt kam ich wieder dorthin, wo ich gestern schon magische Momente erlebt hatte: zum Eilean Donan Castle. Gegenüber gestern war das Wetter nun viel besser, dennoch stauten sich die Wolken an den Bergen, und ich musste lange warten, bis das Schloss endlich im vollen Sonnenlicht stand. Es war einfach so schön hier, dass ich kaum aufhören konnte mit Fotografieren. Dieses Schloss ist mein Favorit unter allen Schlössern meiner Schottlandrundreise.
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Noch ganze 55 Meilen (kanpp 90 km) lagen noch vor mir bis Inverness, wo das nächste Hotelzimmer auf mich wartete. Dank schönem Wetter und dank der Abendsonne im Rücken war die Fahrt entlang dem Fjord über über das Glenshiel Gebirge sehr angenehm. Am Loch Cluamie und am Loch Ness gab es jeweils einen kurzen Fotohalt, wobei die Sonne schon so tief stand, dass immer mehr in den Schatten eintauchte.
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In Inverness schien noch die Sonne, was mich bewog, schnell das Hotelzimmer zu beziehen und gleich wieder mit dem Fotoapparat auszurücken. Schliesslich stand das Inverness Castle noch wunderschön in letzten Abendlicht.
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Nach dem Nachtessen verspürte ich weitere Lust auf das Fotografieren, schliesslich leuchtete der Vollmond ab einem wolkenfreien Himmel. Leider hatte ich das Stativ im Hotel gelassen, was mich zu einem Fussmarsch dorthin und zurück ins Stadtzentrum veranlasste.
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Wie es sich gehört, endet auch dieser Reisetag mit der Reiseroute. Am Morgen startete ich in Kyle of Lochalsh (Mitte des Bilds), machte zuerst auf der Isle of Skye den Abstecher südwestwärts, dann befuhr ich die herzförmige Strecke im Gegenuhrzeigersinn. Die Fahrt endete dann ganz rechts am Bildrand in Inverness.
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