
6. Reisetag
Dienstag, 5. August 2014
Inverness - Loch Ness - Inverness - Thurso
Heute hatte ich ungeheure Lust auf das unweit von Inverness gelegene Loch Ness, aber mein Tagesziel lag ganz im Nordosten des schottischen Festlands in Thurso. Daher führte die Reise zuerst südwestwärts mit einer Umrundung des Loch Ness, dann durchquerte ich Inverness und folgte schliesslich dem Weg in den äussersten Zipfel von Schottland.
Den sonnigen Tag startete ich mit ein paar fotografischen Eindrücken von Inverness und dem River Ness.
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Die Strasse auf der rechten Seeseite führt etwa zwei Drittel dem Loch Ness entlang und führt danach durch eine gebirgige Landschaft. Sie ist einspurig mit Ausweichstellen, was erhöhte Konzentration erfordert, da entgegenkommende Fahrzeuge teilweise sehr kurzfristig auftauchen können. Manchmal kam auch ein mit Holz beladener Lastwagen entgegen, zum Glück blieben mir aber längere Rückwärtsfahrten erspart.
Das Loch Ness ist ein langer, sehr schmaler See im Spalt, der ganz gerade Schottland in zwei Teile trennt. Dem Vernehmen nach gibt es einen sehr selten gesichteten Bewohner im See, der sich heute leider auch meinem Blick entzog.
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Nachdem die schmale Strasse das Seeufer des Loch Ness verlassen hatte, stieg sie gemächlich an und führte zu einem Aussichtspunkt, genannt Suidhe Viewpoint, auf 400m Höhe mit schönem Rundblick. Für die beste Aussicht mussten die letzten Meter in ca. 15 Minuten erwandert werden.
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Da das Loch Ness praktisch auf Meereshöhe liegt, erfolgte eine steile Talfahrt bis zur Ortschaft Fort Augustus, dem touristischen Zentrum am Loch Ness.
Der "Spalt" zwischen Fort William und Inverness wurde schiffbar gemacht, so dass Freizeitseefahrer dort Schottland durchqueren können. Es hat unterwegs jedoch mehrere Schleusenstufen, eine davon in Fort Augustus mit fünf Schleusen, die manuell bedient werden.
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Die Hauptverkehrsroute entlang dem Loch Ness führt auf der linken Seeseite, also auf dem nordwestlichen Ufer, das steil abfällt und stark bewaldet ist. In der Hauptreisezeit, also jetzt, ist die Strasse komplett überfüllt, und man kommt nicht recht vorwärts. Praktisch alle Touristen legen auf halbem Weg nach Inverness beim Urquhart Castle einen Halt ein. Auch ich stoppe bei Schloss Nr. 16 meiner Reise.
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Es war schon nach dem Mittag, als ich wieder in Inverness eintraf, und noch die ganze Reise in den Norden stand bevor. Dennoch nützte ich die Gelegenheit, Inverness nun einmal bei Tageslicht zu sehen. Schliesslich fehlten mir noch Bilder im Sonnenlicht, und dies holte ich jetzt kurz nach.
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Nördlich von Inverness liegen die beiden Meeresarme Beauly Firth und Cromarty Firth, die es zu umfahren galt. Das Wetter zeigte sich sehr freundlich und warm, der Verkehr hielt sich hier in Grenzen. Am Cromarty Firth bei der Ortschaft Alness stand gerade eine Ölförderplattform, die von der Nordsee hereingeholt worden war.
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Leider wurden vor hundert Jahren nahezu alle Wälder in Schottland abgeholzt und erst in den letzten 50 Jahren wieder aufgeforstet. Um möglichst schnell an einen Holzertrag zu kommen, werden fast ausschliesslich schnell wachsende Nadelhölzer gesetzt, die nach wenigen Jahren schon wieder absterben und ersetzt werden müssen. Die Neuaufforstungen erfolgen stets sehr geometrisch ausgerichtet, was dem Landschaftsbild nicht unbedingt zuträglich ist. Die Fahrt über einen Gebirgszug verdeutlichte dies eindrücklich.
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Je nördlicher man kommt, desto unbewohnter ist die Gegend. Bewaldete und unbewaldete Hügel charakterisieren die Landschaft, die ab und zu von einem Meeresarm oder einem See aufgelockert wird. Es war bereits schon späterer Nachmittag, der Verkehr war sehr schwach, das Wetter immer besser.
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Wunderschön an der Meeresküste bei Golspie gelegen befindet sich das nächste Schloss, das angesichts der Tageszeit schon geschlossen war. Die Rückseite lag teilweise noch im Sonnenlicht, die Hauptfront in Richtung Meer war komplett im Schatten und nicht mehr zugänglich.
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Die gut ausgebaute Hauptstrasse A9 der Küste entlang war praktisch leer und gewährte ganz schöne Ausblicke über die teilweise sehr steil abfallende Küstenlinie.
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Da Thurso auf der Nordseite der Insel liegt, führten die letzten 25 Meilen über den nordöstlichen Landzipfel von Schottland fast schnurgerade über eine karge Ebene. Obwohl Thruso, eine hübsche Kleinstadt, eigentlich recht übersichtlich ist, fand ich mein Hotel nicht gerade auf Anhieb. Das beim Autoverleih mitgemietete Navigationsgerät funktionierte nicht richtig, da musste ich immer wieder mein Smartphone zu Hilfe nehmen.
Nach dem Nachtessen gab es noch einen kleinen Rundgang durch das Städtchen mit ein paar Abend- und Nachtaufnahmen.
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Wie gewohnt zum Schluss die Tagesroute:
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